„Schicksal und Triumph“
„So klopft das Schicksal an die Pforte“ soll Beethoven zu den berühmten ersten Tönen seiner 5. Sinfonie gesagt haben. Deshalb trug die am 22. Dezember 1808 in Wien uraufgeführte Sinfonie häufig auch den Beinamen „Schicksalssinfonie“. Bereits ab 1796 stellten sich bei Beethoven die ersten Zeichen der Schwerhörigkeit ein und verbitterten sein Leben. 1802 verlieh er seiner Verzweiflung in dem berühmten „Heiligenstädter Testament“ Ausdruck. Doch sein „inneres Ohr“, sein Tonbewusstsein hatte das Leiden nicht angegriffen, denn Beethovens kompositorisches Schaffen blieb ungebrochen.
Der amerikanische Pianist österreichischer Herkunft Paul Wittgenstein (1887-1961) verlor im 1. Weltkrieg seinen rechten Arm. Aber er trotzte seinem Schicksal und setzte seine Karriere als Pianist fort, in dem er zahlreiche Klavierwerke für die linke Hand in Auftrag gab. So komponierte auch Maurice Ravel 1929 für ihn das „Klavierkonzert D-Dur für die linke Hand“.
Die sinfonische Dichtung „Finlandia“ op. 26 des finnischen Komponisten Jean Sibelius bezeugt das im 19. Jahrhundert nationale „Erwachen“ der Finnen. Sie galt geradezu als „geheime Nationalhymne“. Die Beliebtheit und patriotisch-emotionale Bedeutung des Stücks ist in Finnland bis heute ungebrochen.
Jean Sibelius - Finlandia op.26
Maurice Ravel - Klavierkonzert D-Dur für die linke Hand
Ludwig van Beethoven - Sinfonie Nr. 5 c-moll op. 67
Christoph Berner, Klavier
Leitung: GMD Christian Voß

