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Zu Gast Jan Vogler und Mira Wang

Ende des 19. Jahrhunderts, als Johannes Brahms sein Doppelkonzert für Violine und Violoncello komponierte, waren Konzerte für mehrere Instrumente längst aus der Mode gekommen. Anlass dieser ungewöhnlichen Komposition war ein Streit mit Brahms langjährigem Freund, dem berühmten Geiger Joseph Joachim. Um den Kontakt wieder aufzunehmen, wollte er ihm sein Doppelkonzert widmen. Die Uraufführung fand am 18. Oktober 1887 statt. Clara Schumann vermerkte in ihr Tagebuch: „Es ist dies gewissermaßen ein Versöhnungswerk - Joachim und Brahms haben seit Jahren zum ersten Mal wieder gesprochen.“

Im Frühjahr 1893 begann Tschaikowsky mit der Arbeit an seinem letzten Werk, seiner 6. Sinfonie (Pathétique). Er bezeichnete sie als die subjektivste, aufrichtigste und beste seiner Kompositionen. Dennoch wollte er, dass diese Sinfonie „für alle ein Rätsel“ bleibt. In der Pathétique hat er auf unverwechselbare Weise Aussichtslosigkeit und Endzeitstimmung gestaltet. Tschaikowskys Todesgedanken waren lebensbestimmend. Knapp drei Wochen nach der Uraufführung am 16. Oktober 1893 in St. Petersburg verstarb Tschaikowsky – offiziell als Opfer einer Cholera-Epidemie. Vielleicht beging er jedoch vor dem Hintergrund einer homosexuellen Beziehung, die publik zu werden drohte, auch Selbstmord.

Johannes Brahms - Doppelkonzert (Konzert für Violine und Violoncello) op. 102

Peter Tschaikowsky - 6. Sinfonie h-moll op. 74 (Pathétique)

Jan Vogler, Mira Wang

Leitung: GMD Christian Voß

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